Vita

Der aus Litauen stammende Bass Tomas Kildišius (g. 1995) war bereits in seinen Schuljahren von Musik umgeben. In seiner Heimatstadt Molėtai sang er in 6 verschiedenen Chören und Ensembles (trotz einer sehr niedrigen Einwohneranzahl – rund 7000 – hat die Stadt viele musikalische Gruppen). Mit 13 stand Tomas erstmal solistisch auf der Bühne. Nachdem er einen Nationaljugendwettbewerb in Litauen gewann, beschloss er, Operngesang zu studieren.

Im Jahr 2014 begann er sein Gesangsstudium an der Litauischen Musik- und Theaterakademie. 2015 gewann er den Grand Prix im internationalen Wettbewerb für junge Sänger „Kaunas Sonorum 2015“. Er nahm auch an zahlreichen Meisterkursen teil (z.B. den von NordOpera Netzwerk organisierten Biennalen und Savonlinna Internationale Musik Akademie, 2018 – mit der Kammersängerin Brigitte Fassbaender). Seit 2017 setzt er sein Studium an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf beim Prof. Konrad Jarnot fort. Da gab er Auftritte in Rollen wie Don Magnifico in G. Rossinis „La Cenerentola“ und Zettel in „Ein Sommernachtstraum“ von B. Britten.

Seit 2018 gibt Tomas regelmäßig Konzerte mit der Pianistin Ani Ter-Martirosyan. Professoren Ulrich Eisenlohr und Hans Eijsackers trogen zum musikalischen Werdegang des Duos bei. Zu ihrem Repertoire gehören Zyklen wie R. Schumanns „Dichterliebe“ op. 48, H. Wolfs Michelangelo-Lieder, J. Brahms „Vier ernste Gesänge“ und weitere Werke von anderen Komponisten auf Deutsch, Französisch, Englisch und Russisch.

Schon in sein Studium sang der junge Sänger mit dem Litauischen Kammerorchester und hatte Konzerte mit verschiedenen Kammer- und Sinfonieorchestern auf den Bühnen der Litauischen Nationalphilharmonie, Kathedrale Vilnius und anderen, sowie der Düsseldorfer Tonhalle und des Robert Schumann Saals. Tomas wirkte bei verschiedenen Projekten für das Theater Krefeld-Mönchengladbach (Titelrolle in A. Tarkmanns „Der Räuber Hotzenplotz“, Mitjucha in M. Mussorgskis „Boris Godunow“), die Tonhalle Düsseldorf (L. Bernsteins „Mass“, F. Loewes „My fair lady“) und die Deutsche Oper am Rhein (G. Verdis „Don Carlo“, R. Strauss „Salome“) mit.

Er ist Stipendiat des Deutschlandstipendiums (2019-2020) und Richard Wagner Verbandes (2020).